Für Max Brückelmeier von der Binger Rudergesellschaft war es ein Frühsommer, wie ihn sich ein junger Ruderer nur wünschen kann: Am Ende eines dichten Wettkampfprogramms steht die Nominierung für die U19-Weltmeisterschaft im bulgarischen Plovdiv. Der Weg dorthin führte über gleich mehrere entscheidende Stationen.
Den Grundstein legte Max bei der zweiten Kleinboot-Rangliste des Deutschen Ruderverbandes (DRV) im U19-Bereich, die am 5. und 6. Juni 2026 auf der Hamburger Regattastrecke Allermöhe ausgetragen wurde. Bei dieser Rangliste ging es um die ersten Tickets in Richtung U19-Nationalmannschaft. Im Junioren-Zweier ohne Steuermann trat Max gemeinsam mit Christopher Constantin Pahling (Mainzer RV) gegen die nationale Konkurrenz an. Das Duo behauptete sich souverän und fuhr im A-Finale auf den dritten Platz – ein Ergebnis, das die Qualifikation für die U19-Weltmeisterschaft beziehungsweise den Coupe de la Jeunesse sicherte und die Tür zum Nationalteam öffnete.

Kaum aus Hamburg zurück, wartete mit den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften bereits der nächste Höhepunkt. Die Titelkämpfe stellten in diesem Jahr alle Beteiligten vor besondere Herausforderungen: Der Veranstalter musste die Strecke kurzfristig von Essen/Baldeneysee nach Krefeld an den Elfrather See verlegen, inklusive der gesamten Logistik für Sportlerinnen, Sportler und Trainer. Dazu kam das bis dahin heißeste Wochenende des Jahres, das den Aktiven körperlich alles abverlangte. Trotz dieser Bedingungen zeigte der Ruderverband Südwest starke Leistungen und brachte zahlreiche Boote in die A-Finals. Mitten drin: Max, der im Junioren-Achter der A-Junioren die Silbermedaille gewann und damit seine gute Form aus Hamburg eindrucksvoll bestätigte.
Mit dem Ranglisten-Erfolg und der Medaille bei der DJM im Rücken ging es für Max anschließend zur entscheidenden Mannschaftsbildung nach Berlin-Grünau. Auf dem traditionsreichen Ruderrevier an der Regattastrecke Grünau stellte der U19-Bundestrainer die Boote für die internationalen Saisonhöhepunkte zusammen. Dabei mussten die Athletinnen und Athleten ihre Leistungsfähigkeit gleich mehrfach unter Beweis stellen: in einem Stufentest, in einem 2000-Meter-Test auf dem Ruderergometer sowie bei einer Fahrt im Messboot, das die Ruderwerte im Wasser exakt erfasst. Aus den Ergebnissen dieser Tests und den über die Saison gesammelten Erfolgen formten die Trainer schließlich die Nationalmannschaft. Für Max zahlte sich die konstant hohe Leistung der vergangenen Wochen aus: Am Ende der Mannschaftsbildung stand seine Nominierung für die Junioren-Weltmeisterschaft in Plovdiv fest – dort geht er im Achter (8+) an den Start.
Viel Zeit zum Durchatmen blieb allerdings nicht: Nur wenige Tage nach der Nominierung ging es für Max direkt wieder zurück nach Berlin-Grünau, diesmal zur unmittelbaren Wettkampfvorbereitung, in der die Mannschaft den letzten Feinschliff für den Saisonhöhepunkt erhält. Die U19-Weltmeisterschaft in Plovdiv startet am 6. August. Dort darf sich Max nun mit der internationalen Konkurrenz messen – die Binger RG und ihre Mitglieder drücken die Daumen.





